Science Fiction
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Phantastische Bücher
Science Fiction

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1984.

Roman.

George Orwells 1984 ist längst zu einer scheinbar nicht mehr erklärungsbedürftigen Metapher für totalitäre Verhältnisse geworden. Mit atemberaubender Unerbittlichkeit zeichnet der Autor das erschreckende Bild einer durch und durch totalitären Gesellschaft, die bis ins letzte Detail durchorganisierte Tyrannei einer absolute autoritären Staatsmacht. Seine düstere Vision hat einen beklemmenden Wirklichkeitsbezug, dem sich auch der Leser von heute nur schwer entziehen kann.
Im Orwell-Staat wird eine neue Sprache verordnet, das sogenannte "Neusprech". Zusammen mit dem sogenannten "Zwiedenk" soll den Menschen das Denken abgewöhnt werden. Orwell beschriebt eindrucksvoll, wie durch Veränderung der Sprache der Manipulation des Volkes durch die herrschende Klasse Tür und Tor geöffnet werden kann. Besonders deutlich wird das, wenn die unmenschlichsten Züge eines Systems mit wohllautenden Namen besetzt sind. So gibt es zum Beispiel ein "Liebesministerium". Es sorgt nicht etwa für den liebevollen Umgang der Menschen untereinander, sondern "lehrt" den Abtrünnigen und Andersdenkenden mittels grausamster Foltermethoden den "Großen Bruder" zu lieben. Im "Ministerium für Wahrheit" werden Geschichte und Gegenwart dem gegenwärtigen politischen System angepasst. Wahr ist, was der "Große Bruder" als wahr definiert. Dem Volk wird klargemacht, dass alles immer schon so war, wie es jetzt ist. Anderslautendes wird aus Zeitschriften und Büchern und damit aus dem Gedächtnis der Menschen systematisch entfernt. Das "Friedensministerium" hingegen plant "Friedensmissionen", die nichts anderes sind als Kriegseinsätze. Wer wollte sich da noch wundern, dass sich hinter "Lustlagern" Zwangsarbeitslager der übelsten Art verbergen. Der Roman über die Zerstörung des Menschen durch eine perfekte Staatsmaschinerie "wurde zu einem Jahrhundertbuch, sein Titel eine klassische Prägung wie die Morus-Utopia, und aus dem Spiel ist Ernst geworden." (Der Spiegel)
"Orwell geht es um den Geist, der universal in Nicht-Geist umschlagen könnte. Spirituell hieße das, Gott dem Satan auszuliefern." (Rheinische Post)

George Orwell, geboren 1903 in Motihari, Indien, verdingte sich zunächst bei der indischen Polizei in Birma. Er gab den Dienst aber 1927 aus Protest gegen die britischen Kolonialherren auf. Orwell schlug sich dann als Tellerwäscher, Vagabund und Lehrer durch, bis er im spanischen Bürgerkrieg auf der Seite der Republikaner erneut zu den Waffen griff. Er starb 1950.


Der Elektrische Mönch.
Dirk Gently's Holistische Detektei.

Von Douglas Adams.  Richard MacDuff arbeitet als Programmierer für eine erfolgreiche Software-Firma und hält sich für einen der normalsten Menschen der Welt -- bis sein Leben eines Tages auf höchst merkwürdige Weise aus der Bahn zu geraten beginnt. Sein neu gekauftes Sofa bleibt in einer nach gängigen physikalischen Gesetzen vollkommen unmöglichen Position auf dem Treppenabsatz stecken. Die Beziehung zu seiner Freundin Susan scheint kurz vor dem Zusammenbruch zu stehen. Zu allem Überfluss wird auch noch Susans Bruder unter mysteriösen Umständen ermordet und der Verdacht fällt auf Richard.

Ein Fall für Dirk Gently, Richards ehemaligen Studienfreund, der sich nach seinem von ominösen Umständen begleiteten Abschied von der Universität eine Existenz als Privatdetektiv aufgebaut hat. Auch wenn Gentlys Spezialität eher im Aufspüren der entlaufenen Katzen exzentrischer alter Damen zu bestehen scheint, glaubt er doch, Richard helfen zu können. Gently ist fest davon überzeugt, dass zwischen den Vorkommnissen in Richards Leben ein innerer Zusammenhang besteht, der weit über die Grenzen von Zeit und Raum hinausreicht, und er geht mit detektivischem Scharfsinn ans Werk, um Richards Unschuld zu beweisen. Schon bald macht er eine Entdeckung, die seine schlimmsten Befürchtungen bestätigt.

Mit Per Anhalter durch die Galaxis hat Douglas Adams sicherlich eine der erfolgreichsten und zugleich witzigsten Roman-Serien der Science Fiction verfasst. Der elektrische Mönch, der erste Teil von "Dirk Gently's Holistischer Detektei", stellt Adams Versuch dar, mit einer weiteren Serie an diesen Erfolg anzuknüpfen. Auf gewohnt humorvolle Weise führt Adams Roman mit seinen scheinbar unerklärlichen Absurditäten den Leser immer wieder hinters Licht, um schließlich am Ende des Romans alle Handlungsstränge eine verblüffende Verbindung eingehen zu lassen. Adams Spiel mit klassischen Elementen der Science Fiction, die in die Alltagswelt seiner Hauptfiguren einbrechen, ist dabei zugleich Ausgangspunkt für einige gut platzierte satirische Seitenhiebe.

Auch wenn es Adams nicht ganz gelingt, an die überschwängliche Komik seiner früheren Erfolge heranzureichen, ist Der elektrische Mönch dennoch ein überaus fesselnder und vergnüglicher Science-Fiction-Roman, an dem nicht nur ausgesprochene Douglas-Adams-Fans ihren Spaß haben werden. (Sara Schade)


Einsteins Erben.
Ypsilon minus.
Zone Null.
Einsteins Erben.

Von Herbert W. Franke.  Eine Stadt im Jahre 2000 - ein totalitäres technokratisches System, absolute Kontrolle durch elektronische Überwachungsanlagen ... das ist die Szenerie dieses Romans von Herbert W. Franke. Ypsilon minus ist sein Titel - nach der Indexnummer der Ausgestoßenen, die vorn zentralen Meldeamt allen jenen zugesprochen wird, die von der vorgeschriebenen Linie abweichen. Benedikt Erman, genannt Ben, ist dort als Rechercheur beschäftigt. Eines Tages bekommt er vom Computer den Befehl, sich selbst zu kontrollieren. Irrtum der Maschine? Raffinierter Schachzug einer verborgenen unmenschlichen Intelligenz? Be­nedikt rollt seine eigene Vergangenheit auf, und zu seiner Überraschung stößt er auf Ereignisse, die längst aus den historischen Protokollen gelöscht wurden - auf das Geschehen, das zu diesem computerge­steuerten Staatswesen geführt hat. Aber Benedikt ist Programmierer, und so hat er die Möglichkeit, sein Wissen einzusetzen und sich zu wehren.

Wie bei allen Science-Fiction-Stoffen von Herbert W. Franke geht es um prinzipiell mögliche Entwicklungen, um solche, die sich verwirklichen könnten, wenn man den Dingen ihren Lauf ließe. Erst wird der Leser von den geschilderten Ereignissen gefangen sein, vom verzweifelten Kampf gegen Reglementierung und Entpersönlichung vor der phantastisch-abstrusen Kulisse einer Automatenwelt. Erst nachher wird er merken, dass ein beachtlicher Teil davon längst zur Realität unserer täg­lichen Umwelt geworden ist.

Dieser Band enthält neben "Ypsilon minus" noch drei weitere Romane aus der Hand des Autors, man könnte diese Ausgabe zu Recht auch als Herbert W. Franke Lesebuch bezeichnen.


Per Anhalter durch die Galaxis.

Sammelband (Alle 5 Romae in einen Band)

Auch als Video (VHS)

Von Douglas Adams: "Weit draußen in den unerforschten Einöden eines total aus der Mode gekommenen Ausläufers des westlichen Spiralarms der Galaxis leuchtet unbeachtet eine kleine gelbe Sonne. Um sie kreist in einer Entfernung von ungefähr 98,000.000 Meilen ein absolut unbedeutender, kleiner blaugrüner Planet, dessen vom Affen stammende Bioformen so erstaunlich primitiv sind, dass sie Digitaluhren noch immer für eine unwahrscheinlich tolle Erfindung halten.
Dieser Planet hat - oder besser gesagt, hatte - ein Problem: die meisten seiner Bewohner waren fast immer unglücklich. Zur Lösung dieses Problems wurden viele Vorschläge gemacht, aber die drehten sich meistens um das Hin und Her kleiner bedruckter Papierscheinchen, und das ist einfach drollig, weil es im großen und ganzen ja nicht die kleinen Papierscheinchen waren, die sich unglücklich fühlten.
Und so blieb das Problem bestehen. Vielen Leuten ging es schlecht, den meisten sogar miserabel, selbst denen mit Digitaluhren.
Viele kamen allmählich zu der Überzeugung, einen großen Fehler gemacht zu haben, als sie von den Bäumen heruntergekommen waren. Und einige sagten, schon die Bäume seien ein Holzweg gewesen, die Ozeane hätte man niemals verlassen dürfen."


Schöne neue Welt.

Eine Inhaltsangabe

Von Aldous Huxley: "Alles in allem sieht es ganz so aus, als wäre uns Utopia viel näher, als irgend jemand es sich vor nur fünfzehn Jahren hätte vorstellen können. Damals verlegte ich diese Utopie sechshundert Jahre in die Zukunft. Heute scheint es durchaus möglich, daß uns dieser Schrecken binnen eines einzigen Jahrhunderts auf den Hals kommt; das heißt, wenn wir in der Zwischenzeit davon absehen, einander zu Staub zu zersprengen."


Fahrenheit 451.

Als Video erhältlich: Kongenial verfilmt von Francois Truffaut mit Julie Christie und Oscar Werner in den Hauptrollen.

In Ray Bradburys erschreckender Zukunftsvision Fahrenheit 451 löscht die Feuerwehr keine Feuer, sondern zündet sie an, um Bücher zu verbrennen. In Bradburys anschaulich dargestellter Gesellschaft gilt Zufriedenheit als das höchste aller Ziele. Triviale Informationen sind gut, Wissen und Ideen schlecht. Feuerwehrhauptmann Beatty erklärt dies folgendermaßen:

Lasst die Leute Wettbewerbe austragen, in denen sie sich, um zu gewinnen, an den Text beliebter Lieder erinnern müssen... Sie sollen sich nicht mit heiklen Dingen wie Philosophie und Soziologie beschäftigen. Davon werden sie nur melancholisch.

Guy Montag ist ein bücherverbrennender Feuerwehrmann, der gerade eine Überzeugungskrise durchmacht. Seine Frau verbringt den ganzen Tag mit ihrer Fernseh-"Familie" und drängt Montag, härter zu arbeiten, damit sie sich eine vierte Fernsehwand leisten können. Ihr langweiliges, unerfülltes Leben steht im scharfen Kontrast zum Leben ihrer Nachbarin Clarisse -- einer jungen Frau, die von den Ideen in Büchern fasziniert ist und sich weit mehr für das interessiert, was in der Welt um sie herum vorgeht, als für das belanglose Geschwätz im Fernsehen. Als Clarisse auf mysteriöse Weise verschwindet, verursacht das eine Veränderung in Montag: Er beginnt, bei sich zu Hause Bücher zu verstecken. Als ihn seine Frau denunziert, muss er die Bücher im geheimen Versteck verbrennen. Es gelingt ihm zu fliehen und sich einer Verhaftung zu entziehen. Montag schließt sich zu guter Letzt einer Gruppe geächteter Gelehrter an, die die Inhalte von Büchern auswendig im Kopf behalten und auf eine Zeit warten, in der die Gesellschaft wieder auf die Weisheit der Literatur angewiesen sein wird.


Clockwork Orange.

Als Video oder DVD erhältlich: Stanley Kubricks bemerkenswerte visuelle Interpretation des berühmten Romans ist ein wahres Meisterwerk.

Von Anthony Burgess: Der fünfzehnjährige Alex und seine drei Freunde Pete, Georgie und Doofie sitzen wie jeden Abend zusammen und überlegen, was sie machen sollen. Vielleicht einen alten Mann zusammenschlagen, - oder, wie Alex sagen würde, einen Fecken tollschocken? Oder einen Laden überfallen und 'der Petieze' den letzten 'Deng' aus der Ladenkasse klauen? - Alex und seine Droogs sind die Jugendlichen einer Welt, in der Gewalt und Brutalität sich selbst rechtfertigen und in ihrer Allgegenwärtigkeit eher betäuben als erschrecken. Als Alex schließlich unabsichtlich eine alte Frau umbringt, wird er von seinen Freunden verraten, von der Polizei festgenommen und zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt. Um der Haft zu entgehen, willigt Alex ein, Testobjekt eines neuen Regsozialisationsprogramms zu werden: Ludovico. Grausam wird Alex konditioniert und zu einer menschlichen Maschine umgepolt ("Clockwork Orange" - Anspielung auf Maschine und Orang = Mensch), die beim geringsten Gedanken an Gewalt oder Sexualität von grausamen Schmerzen und schrecklicher Übelkeit übermannt wird. Wieder auf freiem Fuß, wird Alex so hilflos zu einem Spielball seiner ehemaligen Opfer, Freunde und machthungriger Politiker...

Frankfurter Allgemeine Zeitung:  "'Clockwork Orange' ist zweifellos ein außergewöhnliches Buch. (...) Die detaillierte Beschreibung all der Grausamkeiten mag abschreckend wirken; darin liegt wohl auch die Absicht des Romans. (...) Trotzdem kann ich Burgess' Roman allen Lesern mit starken Nerven empfehlen. Das Buch ist schockierend, deprimierend, aufrüttelnd. Anthony Burgess ist es mit diesem Roman gelungen, einen neuen Weg radikaler Offenheit zu beschreiten."


Das Maß der Schönheit.

Erzählungen.

Von Primo Levi. Geschichten von einer Zukunft, die Schauplatz beunruhigender Experimente ist und in der wir die Zauberlehrlinge sind, die immer weniger die Kräfte beherrschen, die sie entfesselt haben. Ernst und Satire liegen nahe beieinander in diesen Erzählungen, in denen sich Levis Interesse an den Naturwissenschaften mit seiner literarischen Begabung verbindet



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Klaus Kuhnert
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Stand: Sonntag, 08. Januar 2006